Leben mit chronischer Herzinsuffizienz

In Deutschland leben ca. 1,2 Millionen Menschen mit der Diagnose einer Herzinsuffizienz. Sie stellt eine der häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar und betrifft insgesamt rund 1 Prozent der Bevölkerung westlicher Länder. Allein im Jahr 2013 wurden 396.380 Mal Patienten aufgrund von Herzschwäche ins Krankenhaus eingeliefert – dies ist der häufigste krankheitsbedingte Einweisungsgrund in Deutschland.

Durch medizinische Fortschritte u.a. in der Herstellung neuer Medikamente und Prüfungen in klinischen Studien stehen inzwischen sehr gute Therapien zur Verfügung. Auch wenn generell eine körperliche Schonung sinnvoll ist, soll das nicht heißen, dass Sie nur zu Hause bleiben sollen. Im Gegenteil, regelmäßige Bewegung wird empfohlen, nicht bis zu Erschöpfung, sondern als moderates körperliches Ausdauertraining, wie zum Beispiel Radfahren, Laufen, etc. (natürlich in Absprache mit Ihrem Arzt).

Auch Reisen mit dem Flugzeug sind prinzipiell möglich, allerdings sollten Sie bei Reisen in andere Länder an eine Auslandskrankenversicherung denken, einen ausreichenden Vorrat Ihrer Medikamente im Handgepäck mitnehmen und sich der klimatischen Unterschiede bewusst sein. Wenn Sie beispielsweise eine Trinkmengenbeschränkung haben, ist diese natürlich bei Hitze entsprechend anzupassen. Reisen in bestimmte klimatische Gebiete werden nicht empfohlen:

  • Kälte tut nicht gut, da sich die Blutgefäße zusammenziehen und dem ohnehin belasteten Herz das Pumpen erschweren
  • Feuchtigkeit tut den Bronchien nicht gut, was das Atmen erschwert
  • Hitze tut nicht gut, da man automatisch mehr trinkt – und dies belastet wiederum das Herz

Bei Schwierigkeiten, eine Trinkmengenbeschränkung einzuhalten, haben sich einige „Hausmittel“ bewährt, z.B. Eiswürfel oder Kirschkerne zu lutschen. Es sollte möglichst salzarm gekocht werden, damit Sie durch das Salz nicht zusätzlich durstig werden.